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Vitamin D bei Krebs: Warum der Vitamin-D-Rezeptor über die Wirkung entscheidet

EIN GASTVORTRAG VON DR. MED. ALEXANDER MICHALZIK · IQMEDIX-KONGRESSREIHE

Warum reicht eine reine Supplementierung oft nicht aus?

Vitamin D gilt längst nicht mehr nur als „Knochenvitamin“. Im Gastvortrag von Dr. med. Alexander Michalzik, Gründer von Biotikon, wird es als Integrationshormon vorgestellt: ein über das Sonnenlicht aktivierter Botenstoff, der Information bis tief in die Zelle trägt und ihr signalisiert, Teil eines Ganzen zu sein. Vitamin D ist damit ein Teamplayer, kein „Ego-Shooter“ wie die Tumorzelle. Auf molekularer Ebene berührt es zentrale, tumorrelevante Signalwege wie Differenzierung, Proliferation, Apoptose, Zellkommunikation und Autophagie. Die epidemiologische Evidenz deutet in eine ähnliche Richtung: Höhere 25-OH-Vitamin-D3-Spiegel sind mit einer geringeren Gesamtkrebs-Inzidenz assoziiert, und Interventionsstudien legen eine mögliche Senkung der krebsspezifischen Mortalität nahe. Doch der beobachtete Effekt bleibt begrenzt. Warum das so ist, führt zum eigentlichen Wirkvermittler: dem Vitamin-D-Rezeptor. Der Vortrag ist Teil der iQMedix-Kongressreihe, die den fachlichen Austausch zu molekularen Signalwegen und personalisierter Onkologie-Diagnostik fördert.

Die Vision

Vitamin-D-Signaling in der klinischen Praxis

Im nachfolgenden Video-Vortrag der iQMedix-Kongressreihe nimmt Sie Dr. med. Alexander Michalzik mit auf den Weg von der Sonnenstrahlung bis tief in den Zellkern. Er zeigt, warum nicht die Menge an Vitamin D, sondern sein Rezeptor über die Wirkung entscheidet und wie dieser Rezeptor in zentrale Tumorsignalwege eingreift. Im weiteren Verlauf geht der Vortrag der Frage nach, warum selbst hohe Vitamin-D-Gaben an Grenzen stoßen können und welche Ansatzpunkte sich daraus ergeben. 

HINWEIS: Das nachfolgende Video dokumentiert einen Fachkongress-Vortrag. Die Inhalte stellen den wissenschaftlichen Fachdiskurs dar und sind keine Therapieempfehlung. Therapeutische Anwendungen erfordern behördliche Zulassung und ärztliche Begleitung.

WISSENSCHAFTLICHE FRAGESTELLUNGEN

Warum Vitamin D wirkt – oder eben nicht

Was zeigt die epidemiologische Evidenz zu Vitamin D und Krebs?

Höhere 25-OH-Vitamin-D3-Spiegel sind mit einer geringeren Gesamtkrebs-Inzidenz assoziiert, allerdings mit einer Plateauphase ab etwa 40 ng/ml. Interventionsstudien legen zudem eine mögliche Senkung der krebsspezifischen Mortalität um rund 10 bis 15 % nahe.

Wenn der Spiegel stimmt: Warum bleibt die Wirkung manchmal aus?

Selbst bei ausreichender Zufuhr bleibt der Effekt begrenzt. Das wirft die Frage auf, ob die Vitamin-D Menge allein entscheidend ist oder der eigentliche Wirkvermittler: der Vitamin-D-Rezeptor (VDR).

Welche Rolle spielt der Vitamin-D-Rezeptor im Tumorgeschehen?

Der VDR macht die Wirkung von Vitamin D überhaupt erst möglich und gilt als Regulator zentraler Tumorsignalwege, die unter anderem Proliferation und Zellkommunikation steuern. Wie entscheidend er ist, zeigt eine Studie an 878 Brustkrebspatientinnen (Nutrients, Follow-up bis 10 Jahre): Eine hohe VDR-Genexpression war dort mit einer um 48 % geringeren Mortalität und einem um 36 % geringeren Rezidivrisiko assoziiert.

Wie entsteht eine Vitamin-D-Resistenz im Tumor?

Der Tumor ist dem Vitamin-D-Signal nicht passiv ausgeliefert, er kann aktiv gegensteuern. Wie genau er den Rezeptor ausbremst und warum dann selbst hohe Vitamin-D-Gaben an Grenzen stoßen, macht der Vortrag nachvollziehbar.

Lässt sich der Vitamin-D-Rezeptor wieder ansprechbar machen?

Genau das ist der Wendepunkt des Vortrags: Bestimmte bioaktive Pflanzenstoffe könnten den VDR Signalweg beeinflussen. Welche Substanzen das sind und wie sie ansetzen, erläutert Dr. Michalzik im Video.

WIRKMECHANISMEN UND SIGNALWEGE

Vom Sonnenlicht bis in den Zellkern

Wie entsteht Vitamin D im Körper?

Den größten Beitrag liefert die Sonne: Bei sommerlicher Exposition zwischen Mai und Oktober, etwa von 11 bis 15 Uhr, kann der Körper in rund 15 Minuten ungefähr 10.000 I.E. bilden. Über die Nahrung ist diese Menge kaum zu erreichen. Eine Supplementierung liegt daher nahe, verschiebt die entscheidende Frage aber vom Spiegel hin zum Wirkmechanismus in der Zelle.

Wie greift der Vitamin-D-Rezeptor in die Tumorsignalwege ein?

Im Zellkern bindet Vitamin D an den VDR und beeinflusst die Transkription tumorrelevanter Gene. Gut sichtbar wird das am WNT-/β-Catenin-Weg: Ist der Abbau von β-Catenin gestört, wie in vielen Tumorzellen, häuft es sich an und treibt die Proliferation. Der aktivierte VDR kann β-Catenin zurück an die Zellmembran verlagern und über E-Cadherin die Zellkommunikation stützen.

Welche weiteren Signalwege moduliert der Rezeptor?

Über das Gen P21 kann der VDR einen Zellzyklusarrest begünstigen und so die Proliferation bremsen. Daneben kann er die epithelial-mesenchymale Transition (EMT) hemmen und damit den Zellverband stabilisieren. Auch entzündungsfördernde NF-κB-Signalwege kann er dämpfen. Ein einzelner Rezeptor wirkt damit an mehreren tumorrelevanten Stellschrauben.

Vitamin-D-Signaling in Aktion: Was Sie im Video erwartet

Wie aus Licht ein Zellsignal wird

Dr. Michalzik beginnt mit einem überraschenden Gedanken: Dass Vitamin D ausgerechnet über die Sonne aktiviert wird, kann evolutionsbiologisch kein Zufall sein. Wie aus diesem Bild der „erleuchteten Zelle“ ein konkreter molekularer Mechanismus wird, entfaltet er im Video anschaulich.

Wenn der Tumor zurückschlägt

Warum verlieren selbst hohe Vitamin-D-Gaben an Wirkung? Im Video zeigt Dr. Michalzik, wie die Tumorzelle das Vitamin-D-Signal gezielt ausbremst und warum genau das die eigentliche Hürde in der Praxis ist. Ein Mechanismus, den viele Supplementierungsstrategien übersehen.

Pflanzenstoffe, die den Rezeptor wieder ansprechbar machen könnten

Der Höhepunkt des Vortrags: Welche bioaktiven Substanzen den Vitamin-D-Rezeptor auf mehreren Ebenen beeinflussen könnten und wie sie wirken. Diese Auflösung gibt es nur im Video.

Personalisierte Ansätze in der Onkologie

Der Vortrag von Dr. med. Alexander Michalzik zeigt, wie viel Erkenntnis im molekularen Detail steckt: Ob ein Stoff im Tumorgeschehen wirkt, hängt nicht allein vom Vitamin-D-Spiegel ab, sondern vom Zusammenspiel aus Rezeptor und Signalwegen. Dieser Blick auf molekulare Mechanismen ist der Kern der iQMedix-Forschungsvision, Krebserkrankungen über individuelle molekulare Profile besser zu verstehen und Behandlungswege ergänzend zu begleiten. Beiträge wie dieser zeigen, wie eng Grundlagenforschung und personalisierte Diagnostik zusammenwirken.

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Was ist die Testung genetischer Expressionswerte von Krebszellen?

Durch molekularbiologische Analyse identifizieren wir das individuelle Aktionsprofil eines Tumors und finden die therapeutischen Angriffspunkte.

Die Messung der RNA-Genexpressionswerte ist dem Tumorgeschehen näher als eine reine Mutationsanalyse. Mit dieser Messung kann man für wichtige Signalwege des Tumors das konkrete und aktuelle Aktionsprofil und deren Eigenschaften ermitteln.

Per Flüssigbiopsie ist eine Gewinnung frischer lebender Tumorzellen einfach und schmerzfrei möglich.  

Es werden auch Tumorzellen aus Körperregionen gewonnen, die wie in Lunge, Bauchspeicheldrüsen oder Gehirn für herkömmliche Gewebebiopsien oft nur schwierig zu erreichen sind.

Man kann weiterhin auch Tumorzellen aus Urin, Aszites oder Liquor erhalten.

Wenn Gewebebiopsate vorliegen, kann man auch diese nutzen. Somit sind vielfältige Möglichkeiten gegeben, um Tumorzellen zu gewinnen.

Die iSelect und iComplete Tests liefern entscheidende Erkenntnisse bezüglich:

• der Aggressivität des Tumors

• der Manipulation des Immunsystems durch den Tumor

• der Resistenzen gegenüber Medikamenten

• der Aktivität relevanter Signale

• der Wirksamkeit bestimmter Substanzen

Die Messergebnisse werden therapeutischen Substanzen zugeordnet, basierend auf anerkannten Studien, sodass der behandelnde Arzt Optionen für eine gezielte Therapie erhält.

Üblicherweise werden die Tumorzellen aus einer Blutprobe extrahiert, gefolgt von der Analyse der RNA, um die Aktivität von Genen zu bestimmen. Die Tumorzellen können aber auch aus einer Biopsie, Liquor oder Aszites entnommen werden.

Die mit dem iSelect oder iComplete Test gewonnen Therapieoptionen zeigen personalisierte und für den individuellen Tumor zielgerichtete Therapieoptionen auf, die der Therapeut umsetzen kann. Weiterhin werden auch individuell für den vorliegenden Tumor ungeeignete Substanzen die z.B. in der Chemotherapie eingesetzt werden, aufgezeigt. Damit kann man z.B. stark toxische Therapeutika, die der Tumor einfach durchschleust, identifizieren und für die Therapie ausschließen.

Bitte sprechen Sie uns über die kostenlose Beratung an, damit wir den richtigen Test herausfinden und Ihnen die damit verbundenen Kosten mitteilen können.

Die Laborarbeit dauert ca. 10 Arbeitstage. Danach wird ein Bericht geschrieben, der je nach Komplexität des Falles ca. 1 – 3 Arbeitstage dauern kann. Der Bericht muss wegen gesetzlicher Vorgaben im Falle von Krebs an den behandelnden Arzt gehen. Er kann dann den Bericht an den Patienten weiterleiten.

Die Zuverlässigkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Testmethode und der Qualität der genommenen Probe. In vielen Fällen sind Liquid Biopsy-Tests jedoch eine zuverlässige Ergänzung zu anderen Diagnosemethoden.

1

Kontaktieren Sie uns und bestellen Sie das Blutabnahmeset für Ihren Arzt

Rufen Sie bei uns an oder schicken Sie uns eine Nachricht. Wir beraten Sie zu unseren Tests. Das entsprechende Blutentnahmeset lassen wir Ihrem Arzt kostenlos zukommen.

2

Vereinbaren Sie einen Termin zur Blutabnahme bei Ihrem Arzt

Die Blutabnahme erfolgt bei dem Arzt Ihres Vertrauens oder einem Arzt unseres Netzwerkes. Wichtig für Chemotherapie-Patienten: Planen Sie diesen Termin frühestens 10-14 Tage nach Ihrer letzten Chemotherapie.

3

Ihr Arzt oder Sie:
Informieren Sie uns über Ihren Blutabnahmetermin

Teilen Sie uns spätestens einen Tag vor der geplanten Blutabnahme per E-Mail oder telefonisch mit, wann und wo die Probe abgeholt werden soll. Wir benötigen Ort, Datum und ein Zeitfenster von 2 Stunden für unseren Kurierdienst.

Nur so können wir die Abholung der Probe in Ihrer Praxis organisieren.

4

Nehmen Sie das Blutabnahmeset zum Arzttermin mit

Bringen Sie das von uns erhaltene Blutabnahmeset zu Ihrem Arzttermin mit. Nach der Blutabnahme wird die Probe durch unseren Kurierdienst abgeholt und zu unserem Labor transportiert.

5

LASSEN SIE DURCH IHREN ARZT DIE UNTERLAGEN AUSFÜLLEN, UNTERSCHREIBEN SIE DEN AUFTRAG und senden Sie sie zurück

  • Prüfen Sie die Vollständigkeit der beiliegenden Unterlagen
  • Lassen Sie den Arzt den Auftrag zur molekularen Diagnostik mit Ihrer Einwilligung und Unterschrift ausfüllen
  • Ergänzen Sie den beiliegenden Medikamentenplan
  • Legen Sie Kopien Ihrer Klinik-Berichte/Anamnesen bei
  • Senden Sie alle Formulare unterschrieben im Original an uns zurück

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Besprechen Sie die Ergebnisse mit Ihrem Arzt

Die Berichterstellung erfolgt nach Zahlungseingang des Patienten je nach Fall innerhalb von ca. 10-15 Werktagen.

Vereinbaren Sie einen Beratungstermin mit Ihrem Arzt zur Besprechung der Testergebnisse. Wir senden  den Testbericht direkt an Ihren Arzt.

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