Diese Website informiert über labordiagnostische Leistungen. Die dargestellten Analysen sind keine Therapie und ersetzen nicht die ärztliche Diagnose und Behandlung. Medizinische Entscheidungen trifft ausschließlich Ihr behandelnder Arzt.

Mangelernährung bei Krebspatienten: Warum Ernährung ein Fundament der Krebstherapie ist

EIN GASTVORTRAG VON PROF. DR. ROLAND HENNES · IQMEDIX-KONGRESSREIHE

Warum Patienten trotz modernster Eingriffe oft nicht gesunden, und welche Rolle die Ernährung dabei spielt

Über Jahre hat Prof. Dr. Roland Hennes das Port-Zentrum eines Universitätsklinikums geleitet, das unter seiner Führung zum Referenzzentrum wurde. Trotz herausragender Chirurgie und interventioneller Medizin ließ ihn eine Beobachtung nicht los: Viele Patienten gesunden nicht so, wie es die Eingriffe erwarten ließen. Heute ist er als medizinischer Direktor der Sun AG tätig und versteht Ernährung als eigenständige Säule einer Krebstherapie, nicht als Beiwerk. Sein Vortrag im Rahmen der iQMedix-Kongressreihe verbindet klinische Erfahrung mit einer klaren Botschaft: Vitalstoffe entscheiden mit über Heilung, werden im Alltag aber selten gemessen. Damit schlägt er die Brücke zum Leitgedanken des Kongresses, Therapieentscheidungen auf Werte, Fakten und Diagnostik zu stützen statt auf Vermutungen.

Die Vision

Ernährung als Fundament der Krebstherapie in der klinischen Praxis

Im nachfolgenden Video-Vortrag der iQMedix-Kongressreihe zeigt Prof. Dr. Roland Hennes, warum er Ernährung als tragende Säule einer Krebstherapie versteht. Aus seiner langjährigen Erfahrung als Leiter eines universitären Port-Zentrums schildert er, warum viele Patienten trotz bester chirurgischer und interventioneller Versorgung nicht gesunden und welche Rolle Vitalstoffe wie Omega-3-Fettsäuren, Vitamin C und Zink dabei spielen. Im weiteren Verlauf geht er der Frage nach, warum eine gezielte Diagnostik die Voraussetzung dafür ist, Nährstoffe sinnvoll einzusetzen.

HINWEIS: Das nachfolgende Video dokumentiert einen Fachkongress-Vortrag. Die Inhalte stellen den wissenschaftlichen Fachdiskurs dar und sind keine Therapieempfehlung. Therapeutische Anwendungen erfordern behördliche Zulassung und ärztliche Begleitung.

ERNÄHRUNGSMEDIZIN UND KLINISCHE BEOBACHTUNG

Was Mangelernährung im Klinikalltag bedeutet

Warum heilen Patienten trotz bester Medizin oft nicht?

Hennes berichtet von einem Gespräch mit seinem ehemaligen Chef, der die hochmoderne Hybrid- und Robotik-Chirurgie lobt und zugleich nüchtern feststellt: Die Menschen heilen nicht. Nach seiner Einschätzung fehlen ihnen schlicht die Vitalstoffe, etwa Vitamin C, viele kommen bereits mit Defiziten in die Klinik. Das eigentliche Problem: Diese Defizite werden im Regelfall gar nicht gemessen.

Wie verbreitet ist Mangelernährung in deutschen Kliniken?

Im Austausch mit Prof. Bauer, dem Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, hat der Mediziner Zahlen zusammengetragen, die das Ausmaß zeigen: Ein erheblicher Teil der Patienten kommt bereits mangelernährt in die Klinik, ein weiterer Teil verstirbt während des stationären Aufenthalts nicht am Tumor, sondern an den Folgen der Mangelernährung. Die konkreten Größenordnungen, auch das tägliche Budget für die Verpflegung eines Patienten, nennt er im Video.

Welche Rolle spielen Omega-3-Fettsäuren für die Zelle?

Ohne gezielte Zufuhr weist nach Darstellung des Referenten ein Großteil der Europäer einen Omega-3-Mangel auf. Hennes erläutert den Aufbau der Zellmembran als Doppelschicht aus Omega-3-Fettsäuren, die einen geordneten Stoff- und Energietransport ermöglicht. Fehlt Omega-3, baut der Körper ersatzweise Omega-6 ein, was den Austausch an der Zelle beeinträchtigt. Das konkrete Membranpotenzial einer gesunden Zelle beziffert er im Video.

Warum sind Vitamin C und Zink so wichtig?

Vitamin C verbindet der Referent mit der Wundheilung, Zink mit dem Immunsystem. Die landwirtschaftlichen Böden seien an Zink verarmt, eine Ergänzung daher in vielen Fällen sinnvoll. An wie vielen Immunprozessen Zink nach seiner Darstellung beteiligt ist, führt er im Video aus.

Warum betont Hennes „messen statt raten“?

Die unkritische Einnahme von Supplementen nach dem Motto „viel hilft viel“ hält er ausdrücklich nicht für sinnvoll. Stattdessen fordert er eine Grundlage aus Daten, Fakten und Diagnostik, etwa die Bestimmung des Omega-3-Spiegels, um die Zufuhr individuell anzupassen. Genau hier sieht er die Verbindung zur Diagnostik des Kongresses.

MOLEKULARE GRUNDLAGEN UND DIAGNOSTIK

Von den Mitochondrien bis zum Mikrobiom

Was haben Mitochondrien mit der Krebstherapie zu tun?

Die Mitochondrien sind die Kraftwerke der Zelle und für die Energieproduktion entscheidend. Inzwischen gibt es Labore, die ihre Aktivität messen, etwa die ATP-Produktion oder ein mögliches Protonenleck. Auffällige Werte können auf Entzündungs- und Tumorgeschehen hindeuten. Orthomolekular kann man die Energieproduktion seinen Ausführungen zufolge wieder unterstützen, wobei Sauerstoff und Bewegung eine zentrale Rolle spielen.

Warum lohnt sich ein Blick auf das Mikrobiom?

Eine Mikrobiom-Diagnostik kann nach Darstellung des Referenten zeigen, ob die Darmschleimhaut durchlässig ist, ob eine Fehlbesiedlung vorliegt oder ob sich Nährstoffrückstände im Stuhl finden, ein Hinweis auf eine gestörte Verdauung. Mit vergleichsweise einfachen Mitteln, etwa Chiasamen zur Förderung bestimmter Schleimhautbakterien, kann die schützende Schleimschicht wieder aufgebaut werden.

Wie beeinflussen Ernährung und Lebensstil unsere Gene?

Der Mediziner verweist auf die Epigenetik: Unsere Gene sind, so Hennes, nicht unveränderlich, Ernährung, Bewegung, Schlaf und Hydrierung nehmen unmittelbar Einfluss. Als gut untersuchtes Beispiel nennt er die Leberverfettung, die sich bei veränderter Ernährung zurückbilden kann. Kalorienrestriktion und Fasten aktivieren zelluläre Prozesse wie die Autophagie. Zugleich warnt er davor, den Tumorstoffwechsel zu unterschätzen, denn ein Tumor kann seinen bevorzugten Energieträger wechseln. Umso wichtiger sei es, diese Stoffwechselwege individuell zu erkennen.

Ernährung als Fundament in Aktion: Was Sie im Video erwartet

Warum der Tumor kein simples Ziel ist

Lange galt die Annahme, ein Tumor lasse sich allein über eine bestimmte Ernährungsform aushungern. Warum das nach seiner Darstellung zu kurz greift und wie flexibel der Tumorstoffwechsel reagiert, zeigt er im Video.

Wenn ein Gespräch mehr bewirkt als gedacht

Hennes schildert, wie sehr sich Patienten oft alleingelassen fühlen und welchen Unterschied eine verständliche Begleitung macht. Wie groß der Nutzen eines ärztlichen Gesprächs bei einer bestimmten Patientengruppe nach seiner Darstellung ausfällt, erfahren Sie im Video.

Das Prinzip hinter den Hundertjährigen von Okinawa

Warum bestimmte Bevölkerungsgruppen besonders gesund altern und was das mit dem Prinzip „kalorienreduziert, aber optimal versorgt“ zu tun hat, erläutert Hennes im Video.

Individualisierte Ernährung als Teil einer modernen Onkologie

Der Vortrag von Prof. Dr. Roland Hennes zeigt, wie viel die Ernährung zu einer Krebstherapie beitragen kann, wenn man sie als eigenständige Säule begreift und nicht dem Zufall überlässt. Welche Vitalstoffe ein Patient wirklich braucht, lässt sich nach seiner Darstellung nicht raten, sondern messen. Dieser Blick auf das individuelle Profil eines Menschen ist auch der Kern der iQMedix-Kongressreihe, die den fachlichen Austausch zu modernen, individualisierten Ansätzen in der Onkologie fördert.

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Was ist die Testung genetischer Expressionswerte von Krebszellen?

Durch molekularbiologische Analyse identifizieren wir das individuelle Aktionsprofil eines Tumors und finden die therapeutischen Angriffspunkte.

Die Messung der RNA-Genexpressionswerte ist dem Tumorgeschehen näher als eine reine Mutationsanalyse. Mit dieser Messung kann man für wichtige Signalwege des Tumors das konkrete und aktuelle Aktionsprofil und deren Eigenschaften ermitteln.

Per Flüssigbiopsie ist eine Gewinnung frischer lebender Tumorzellen einfach und schmerzfrei möglich.  

Es werden auch Tumorzellen aus Körperregionen gewonnen, die wie in Lunge, Bauchspeicheldrüsen oder Gehirn für herkömmliche Gewebebiopsien oft nur schwierig zu erreichen sind.

Man kann weiterhin auch Tumorzellen aus Urin, Aszites oder Liquor erhalten.

Wenn Gewebebiopsate vorliegen, kann man auch diese nutzen. Somit sind vielfältige Möglichkeiten gegeben, um Tumorzellen zu gewinnen.

Die iSelect und iComplete Tests liefern entscheidende Erkenntnisse bezüglich:

• der Aggressivität des Tumors

• der Manipulation des Immunsystems durch den Tumor

• der Resistenzen gegenüber Medikamenten

• der Aktivität relevanter Signale

• der Wirksamkeit bestimmter Substanzen

Die Messergebnisse werden therapeutischen Substanzen zugeordnet, basierend auf anerkannten Studien, sodass der behandelnde Arzt Optionen für eine gezielte Therapie erhält.

Üblicherweise werden die Tumorzellen aus einer Blutprobe extrahiert, gefolgt von der Analyse der RNA, um die Aktivität von Genen zu bestimmen. Die Tumorzellen können aber auch aus einer Biopsie, Liquor oder Aszites entnommen werden.

Die mit dem iSelect oder iComplete Test gewonnen Therapieoptionen zeigen personalisierte und für den individuellen Tumor zielgerichtete Therapieoptionen auf, die der Therapeut umsetzen kann. Weiterhin werden auch individuell für den vorliegenden Tumor ungeeignete Substanzen die z.B. in der Chemotherapie eingesetzt werden, aufgezeigt. Damit kann man z.B. stark toxische Therapeutika, die der Tumor einfach durchschleust, identifizieren und für die Therapie ausschließen.

Bitte sprechen Sie uns über die kostenlose Beratung an, damit wir den richtigen Test herausfinden und Ihnen die damit verbundenen Kosten mitteilen können.

Die Laborarbeit dauert ca. 10 Arbeitstage. Danach wird ein Bericht geschrieben, der je nach Komplexität des Falles ca. 1 – 3 Arbeitstage dauern kann. Der Bericht muss wegen gesetzlicher Vorgaben im Falle von Krebs an den behandelnden Arzt gehen. Er kann dann den Bericht an den Patienten weiterleiten.

Die Zuverlässigkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der Testmethode und der Qualität der genommenen Probe. In vielen Fällen sind Liquid Biopsy-Tests jedoch eine zuverlässige Ergänzung zu anderen Diagnosemethoden.

1

Kontaktieren Sie uns und bestellen Sie das Blutabnahmeset für Ihren Arzt

Rufen Sie bei uns an oder schicken Sie uns eine Nachricht. Wir beraten Sie zu unseren Tests. Das entsprechende Blutentnahmeset lassen wir Ihrem Arzt kostenlos zukommen.

2

Vereinbaren Sie einen Termin zur Blutabnahme bei Ihrem Arzt

Die Blutabnahme erfolgt bei dem Arzt Ihres Vertrauens oder einem Arzt unseres Netzwerkes. Wichtig für Chemotherapie-Patienten: Planen Sie diesen Termin frühestens 10-14 Tage nach Ihrer letzten Chemotherapie.

3

Ihr Arzt oder Sie:
Informieren Sie uns über Ihren Blutabnahmetermin

Teilen Sie uns spätestens einen Tag vor der geplanten Blutabnahme per E-Mail oder telefonisch mit, wann und wo die Probe abgeholt werden soll. Wir benötigen Ort, Datum und ein Zeitfenster von 2 Stunden für unseren Kurierdienst.

Nur so können wir die Abholung der Probe in Ihrer Praxis organisieren.

4

Nehmen Sie das Blutabnahmeset zum Arzttermin mit

Bringen Sie das von uns erhaltene Blutabnahmeset zu Ihrem Arzttermin mit. Nach der Blutabnahme wird die Probe durch unseren Kurierdienst abgeholt und zu unserem Labor transportiert.

5

LASSEN SIE DURCH IHREN ARZT DIE UNTERLAGEN AUSFÜLLEN, UNTERSCHREIBEN SIE DEN AUFTRAG und senden Sie sie zurück

  • Prüfen Sie die Vollständigkeit der beiliegenden Unterlagen
  • Lassen Sie den Arzt den Auftrag zur molekularen Diagnostik mit Ihrer Einwilligung und Unterschrift ausfüllen
  • Ergänzen Sie den beiliegenden Medikamentenplan
  • Legen Sie Kopien Ihrer Klinik-Berichte/Anamnesen bei
  • Senden Sie alle Formulare unterschrieben im Original an uns zurück

6

Besprechen Sie die Ergebnisse mit Ihrem Arzt

Die Berichterstellung erfolgt nach Zahlungseingang des Patienten je nach Fall innerhalb von ca. 10-15 Werktagen.

Vereinbaren Sie einen Beratungstermin mit Ihrem Arzt zur Besprechung der Testergebnisse. Wir senden  den Testbericht direkt an Ihren Arzt.

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